Tagesgedanken
Freitag, den 01. Juli 2011 um 11:17 Uhr

Der "Grand Menhir brise" von Locmariaquer in der Bretagne ist (mir) allemal einen Tagesgedanken

wert. Ich war vor einer Woche dort und nachhaltig beeindruckt von diesem gewaltigen, fast

20 Meter langen und 280 Tonnen schweren länglichen Granitblock, der umgefallen und in vier Stücke

zerbrochen ist. Um das Jahr 4500 vor unserer Zeitrechnung wurde er heutigen Untersuchungen zufolge

dorthin geschafft und aufgestellt, um das Jahr 4200 ist er umgefallen oder umgestürzt worden. Von den

vier Teilen, die nach oben immer schmaler und kürzer werden, liegen die drei oberen in der einen Richtung,

während der unterste, schwerste und größte in einem Winkel von etwa 150 Grad fast in die entgegengesetzte

Richtung gefallen ist.

So liegen sie da seit über sechstausend Jahren und geben Rätsel auf. Können die C14-Analysen tatsächlich diese

Differenz von 300 Jahren ausmachen, oder kann dieser wohl größte aller Menhire vielleicht schon bei dem Versuch,

ihn aufzustellen, umgefallen und zerbrochen sein? Liegt er da als ewiges Symbol und Mahnmal menschlichen

Scheiterns. Oder hat ihn ein Erdbeben zu Fall gebracht, wofür wohl, wie ein Animationsfilm zeigt, die eigenwillige Lage

spricht?

Und natürlich: wie können Obelix' Vorfahren das überhaupt geschafft haben? Aber der Gedanke an die brutale Machtausübung

und Versklavung von Menschen, die vielleicht dahintersteckt oder sozusagen drin steckt, soll nicht mein letzter sein. Mein letzter

Gedanke für heute ist ein Gefühl: ich liebe sie, diese Menhire.

 

 
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