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Ein (Sing-)Spiel über das Verbotensein des Singens/ von Peter P. Peters

 

Das Stück spielt in dem imaginären Land „Tonlosia“, wo es bei Strafe verboten ist zu singen. Nur einer darf es: der Boß, der Herrscher des Landes, von dem es heißt, dass sich durch seine wunderbare Stimme ein feiner Goldstaub auf alles legt, was in seiner Nähe ist, wenn er singt. Nur ihm und seinem kleinen Chor, seinen background singers, den „Bossis“ ist es in Tonlosia erlaubt zu singen (weshalb viele Leute aus dem gemeinen Volk davon träumen, auch so ein Bossi zu werden).

 

Der Boß zieht auf einem Wagen mit seinem Gefolge übers Land und beglückt alle Dörfer und Städte, durch die er kommt, mit seinem goldenen Gesang. Die Bossis schieben ihn,  verkaufen nebenbei alle möglichen Datenträger mit Aufnahmen von seinem Gesang und unterstützen ihn musikalisch bei seinen Life-Auftritten. Mit dabei ist auch Su, die Stabschefin des Bosses, die

besonders streng und misstrauisch darüber wacht, dass niemand singt.

 

Nun gibt es eine Gruppe von jungen Leuten, die sich langweilen. Der Vorschlag zu singen wird abgelehnt, weil dies erstens strafbar ist in Tonlosia und weil man auch gar nicht weiß, was und wie man singen könnte. Und dass jeder Verstoß gegen das Sing-Verbot hart bestraft wird, macht Su, als sie mit Boß und Bossis vorbeikommt, noch mal allen unmissverständlich klar. Sie versucht Ellen, die für ihr Leben gerne eine Bossi werden würde, als Spitzel und Denunziantin zu gewinnen, weil sie sich dadurch für die gewünschte Position sehr empfehlen

könnte.

 

Derweil hat sich in der Nähe der Gruppe ein Wanderer-Paar niedergelassen, ein Mann und eine Frau, die aus einem anderen Land kommen, wo das Singen in aller Munde ist. Die beiden lachen darüber, dass es in Tonlosia verboten sein soll. Sie akzeptieren es nicht und lassen sich nicht durch Strafandrohungen einschüchtern. Und sie stecken voller Ideen und Konzepte, voller Ansätze und Animationen, wie man miteinander in den Gesang kommen kann, so ähnlich, wie man ins Gespräch kommt. Es gibt kein Lied und keinen Text, sondern nur ein gewisses Metrum und einen musikalischen Anfang, der zur Vokalimprovisation anregt und einlädt. Zu einem Singen, das häufig nonverbal ist und stattdessen Vokale, Laute, in einem Fall auch Zahlen als überreich vorhandenes singbares Material verwendet. Auch das stimmliche Hervorbringen von Geräuschen, rhythmisiert zumal, kann jenseits von Melodien und definierten Tönen, ein Singen, eine Form des musikalischen Ausdrucks sein.

 

Die Gruppe junger Leute lässt sich von den Wanderern begeistern und animieren. Sie entdeckt das freie Singen mit Hilfe der unterschiedlichen Konzepte und Methoden, welche die beiden anzubieten haben. Ein Konflikt ist unvermeidlich und führt am Ende dazu, dass Su die ganze Gruppe hinter Gitter bringt. Doch die Musik und das Singen erweist sich als so stark, dass nicht nur die Gitter zerbrechen, sondern auch der Boß am Ende ein Einsehen hat und .....

mitsingt.

 


 

 


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