Tagesgedanken
Montag, den 02. Mai 2011 um 20:30 Uhr

"Weg mit Schaden", sagte unlängst ein Bekannter und meinte damit sein Verhältnis zu

ehemaligen Mietern, die eine Wohnung deutlich später und anders, als er es sich gewünscht hatte,

geräumt und dem Eigentümer zurückgegeben hatten.

Weg mit Schaden, diese Kürzest-Formel, die wie eine Bildzeitungs-Schlagzeile klingt,

scheint mir ein Stück Lebensweisheit zu enthalten. Es hat keinen Sinn, den Schaden, den man erlebt und

erlitten hat, immer und immer weiter mit sich herumzutragen. Wozu? Um einen Grund zu haben, über den, der den Schaden verursacht hat.

schlecht zu reden und zu denken? Um aus dem Schaden klug zu werden und seinesgleichen in Zukunft abzuwehren und zu vermeiden?

Das kann und soll man versuchen, aber es wird schwierig werden, denn man kann vor lauter Schadensabwehr die Fähigkeit verlieren,

das Leben hereinzulassen und sein Herz zu öffnen. Die schlechten Erfahrungen, die wir gemacht haben, dürfen uns nicht vom machen guter Erfahrungen abhalten. Es ist gut, vergessen und verzeihen zu können. Sonst kann aus dem vergangenen Schaden, der passiert und nicht mehr zu ändern ist, ein langer Schatten werden, der weit in eine sonnenarme Zukunft reicht.

 

 
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